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Montag, 26. Juni 2017

BMW erneuert 1200 GS

Nass gemacht: An der neuen BMW R 1200 GS ist alles anders

BMW hat seinen Bestseller nicht nur komplett renoviert, sondern bricht auch mit alten Konstruktionsprinzipien.

Radikale Erneuerung: Ein mutiger Schritt von BMW.

Foto: BMW
Der Schritt ist mutig: BMW hat seinen Ertrags-Garanten, die Maxi-Enduro R 1200 GS nicht nur behutsam renoviert, sondern radikal erneuert. Äußerliches Kennzeichen: Der Kardan sitzt nun links. Das gab's bei den Bayern noch nie, seit der ersten R 32 im Jahre 1923 hatte der Wellenantrieb immer rechts vom Hinterrad seinen Platz. Andere Neuerungen sind weniger auffällig, auch der Boxermotor sieht aus wie immer. Dabei ist außer Sprit und Öl nun erstmals auch Wasser mit an Bord – zur Kühlung. Richtig gelesen, Zylinder und Zylinderköpfe werden erstmals bei einem BMW-Boxer von Kühlwasser durchströmt. Nicht hauptberuflich, die beiden links und rechts seitlich unter dem Tank angeordneten Kühler führen nur rund 35 Prozent der überschüssigen Wärme ab, der größte Anteil geht über die Kühlrippen direkt an die Luft.  Unüberhörbares Klacken beim Gang-EinlegenUngewohnt für alte BMW-Hasen dürfte auch das unüberhörbare Klacken beim Einlegen des ersten Gangs sein. Denn nun hat auch die große GS eine Nasskupplung, die bei kaltem Öl gern ein wenig klebt. Allerdings ist diese Bauart auch deutlich weniger empfindlich gegen hohe Belastung wie beim Ausbuddeln einer eingegrabenen GS – Fernreisende werden es zu schätzen wissen. Schließlich ist der Erste immer noch ein wenig lang für ernste Trial-Übungen. Und die 1200er ist auch ein wenig schwer, aber das hat die Kundschaft noch nie gestört. 238 Kilo leer gibt BMW nun an, erfahrungsgemäß legen die Fans immer noch einiges drauf für Koffer und sonstiges Zubehör. Dafür gibt es nun auch mehr Leistung: 92 kW (125 PS) meldet München bei 7700/min, gepaart mit einem Drehmoment von 125 Nm bei 6500/min. Dann darf es auch beim Preis ein wenig mehr sein: 14.100 Euro kostet die bisher aufwendigste GS aller Zeiten. 
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