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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Typische Schäden

Die Feinde des Turboladers

Turbolader gelten als anfällig. Eigentlich zu Unrecht, denn die Schäden werden meistens von ihrem Umfeld verursacht.

Schaufeln rasiert: Fremdkörper im Verdichter aus Luftfilter oder Ansaugweg.

Foto: Motmedia
Eigentlich ist ein Turbolader ein anspruchsloses Teil. Er benötigt ein wenig Abgas, um auf Touren zu kommen; Frischluft, um sie in den Motor zu pumpen, und natürlich Öl zur Schmierung. Die Probleme beginnen erst, wenn es an einem dieser drei Punkte hakt. Experten und Hersteller berichten aus dem Alltag: Von neuen Ladern, die ihnen drei Mal als defekt zurückgeschickt wurden, weil die Werkstatt stets aufs Neue ein platt gedrücktes Auspuffrohr als wahre Ursache übersah. Von vergessenen Muttern in der Luftführung oder gechipten Motoren, deren schmelzende Kolben flüssiges Alu in die Turbine pumpten. Aber auch Konstruktionsfehler nennen Fachleute beim Namen: Wie die Kombination von zu wenig Öl und zu langen Wechselintervallen beim 1.6 HDi bzw. TDCI von PSA, Ford etc. Auch die sich lösenden Verzunderungen in den Gusseisen-Abgaskrümmern der gleichen Motoren erwähnte Solibieda, wie auch die über den heißen Abgaskrümmer verlaufende Ölzufuhr beim 1.8T von VAG. Viel Info für eine halbe Stunde, die sich ganz knapp zusammenfassen lässt: Wer luft- und abgasseitig konsequent auf Fremdkörper achtet und die Ölzufuhr kontrolliert, sollte mit Turboladern keine Probleme bekommen. 
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