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Dienstag, 23. Mai 2017

Elektronische Helfer

Der Einzug der Assistenten im Auto

Eine Vielzahl verschiedener Assistenzsysteme nimmt den Autofahrern immer mehr Arbeit ab. Werkstätten stellt diese Entwicklung vor neue Aufgaben.

Lenken wie von selbst: Die elektromechanische Servolenkung macht’s möglich.

Foto: Volkswagen
Assistenzsysteme sind heute das Maß, an dem Autohersteller gemessen werden. Nicht Motorleistung, Komfort oder Straßenlage sind entscheidend, sondern die Anzahl und Qualität der verschiedenen Helfer. Wer heute die Preisliste eines aktuellen Golf VII durchblättert, wird schier erschlagen von der Vielzahl an Assistenzsystemen. Das Angebot reicht von der Müdigkeitserkennung – Serie ab Highline-Ausstattung – bis zur Verkehrszeichen-Erkennung. Aber wo beginnen heute Assistenzsysteme – und wo hören sie auf? Philosophisch betrachtet ist schließlich das ganze Auto ein Assistenzsystem, denn es nimmt dem Menschen das Laufen ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen Automatikgetriebe das Schalten, der Tempomat das Gasgeben. Und heute hat BMW im kürzlich gelifteten Fünfer einen Stau-Assistenten, der nicht nur den geschwindigkeitsabhängig korrekten Abstand zum Vordermann einhält, im Stop-and-Go selbsttätig anhält und wieder anfährt, sondern auch völlig autonom die Spur hält. Natürlich bedeuten moderne Assistenten auch für die Werkstätten neue Herausforderungen. Denn wem ist schon bekannt, dass etwa die Radarsensoren eines Abstandsregel-Tempomaten (Adaptive Cruise Control – ACC) empfindlich auf geringste Abweichungen vom idealen Fahrachswinkel reagieren? Das muss die Werkstatt natürlich bei der Fahrwerksvermessung berücksichtigen, denn sonst könnte das ACC im schlimmsten Fall vor dem Fahrzeug befindliche Verkehrsteilnehmer übersehen und einen Unfall verursachen. Und moderne Lichtsysteme wie Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht und Fernlicht-Assistent stellen natürlich erhöhte Anforderungen an die Scheinwerfer-Einstellung. Ohne Tester geht dabei gar nichts, und für eine einwandfreie Grundeinstellung muss der Monteur unbedingt die herstellerseitig vorgegebenen Parameter einhalten. Also eigentlich nichts Neues, außer dass mit der Vielzahl neuer Assistenzsysteme auch die Fehlerquellen zunehmen.  



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